20. November 2006

Gasthaus Grete Faast





Gasthaus Grete Faast (Unter Weißgerberstraße/Kegelgasse; 1030 Wien)

Besucht am: 18.11.2006; 19:00h
Tester: Martin, Steve
Bestellt: 2 Krügerl
Andere Gäste: 8

Jetzt kann es verraten werden – dieses Lokal war es, welches ob seiner Sperrstunde beim letzten Mal nicht getestet werden konnte. Naja, 2 Tage später war es dann ja doch soweit. Mit leicht knurrendem Magen betraten wir das von außen urig wirkende Gasthaus und sollten mit dieser Erwartung nicht allzu weit daneben liegen. Einzig und allein die hohe Anzahl der Hexen ließ das Erscheinungsbild ein wenig ins märchenhafte abgleiten. Kaum hatten wir Platz genommen winkte uns die Grete (Angabe ohne Gewähr) auch schon zu. Wir wollten auch schon zurückwinken, da erkannten wir die Absicht ihres wilden Gestikulierens: weder winkte sie uns, noch deutete sie diese 5 missverstandenen Sekunden lang auf die über der Budel aufgehängten Hexenpuppen – nein – sie wies uns auf das Schild mit der Aufschrift „ Selbstbedienung“ hin. Man konnte und wollte es kaum glauben. Es blieb also nichts anderes übrig als aufzustehen und sich sein Krügerl selber zu holen. Da würde wenigstens der Preis etwas niedriger ausfallen. Während die beiden je einen halben Liter kühles Blondes fassenden Gläser ausgewaschen und befüllt wurden, warf man einen Blick auf das Preisschild an der Wand, auf dem die Preise noch in Schilling angeschrieben waren: Krügerl: 34 Schilling – oh, du gute alte Zeit! „2,9 € bitte“ sagte die Kellnerin in diesem Moment und konfrontierte uns mit der Gegenwart und den mit ihr verbundenen und wohl kalkulierten Preisen. Wir zahlten, nahmen unsere beiden Krügerl, setzten uns hin und genossen, was noch zu genießen war. 2,9 € für ein Bier, das wir uns selbst geholt hatten – kein weiterer Kommentar. Interessant war die Tatsache, dass das Lokal recht gut besucht war, auch von jungen Leuten. Die Lage unseres Appetits auf etwas Festes hatte sich auch nicht geändert, also zogen wir, nachdem wir ja bereits gezahlt hatten, weiter.

1 Kommentar:

Johnny Salamander hat gesagt…

Es sei auch erwähnt, dass es das erste Lokal war in dem wir ermahnt wurden nicht ungefragt zu photographieren. Eigentlich erstaunlich, dass es solange gedauert hat.