6. November 2009

Die Beisltour ist 5

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Der erste Eintrag, der vom Titel her keinem Beisl gewidmet ist.

Reiner Zufall war es, der heute dazu führte, den Ersten Eintrag der Beisltour zu betrachten, das Cafe Reno war es einst, am 31.November 2004. Mit 6 Punkten auf der Btp-wertungsskala (“Btp” steht, sollte man es nicht wissen, für Beisltourpunkte) reihte es sich im Mittelfeld ein. Zum Zeitpunkt dieses Jubiläumseintrags wurden 198 Berichte zu Beisln, Hitt’n, Beinahebordellen, Baustellencontainern, Bauerndiskos und den Fernreisen der linken Hand des Teufels zu verdanken von Lokalen, die wahrscheinlich nie irgendein anderer Leser dieser Seite besuchen wird (können) verfasst, allesamt schwer subjektiv und in keinster Weise vorurteils-, dafür aber werbefrei. Es wurde keinerlei genauere Statistik darüber geführt, wie viel Kapital auf der Beisltour angelegt wurde, eins jedoch ist sicher, dass kaum ein Euro vergeudet war. Ebenfalls Fakt ist, dass ein guter Teil der getesteten Beisln zum Zeitpunkt des unsrigen Tests wohl zum xten-mal neu übernommen waren und heute mittlerweile drei weitere Besitzer auf ihrer Werallerdieseslokalgeführthatliste verzeichnen, sofern es sie überhaupt noch gibt.
Ein klein wenig freue ich mich dann schon, dass ich einst in diesem und jenem Beisl dort ein Krügerl trinken konnte, wo heute ein “Zu vermieten”- Schild seinen Platz gefunden hat und  sehnsüchtig darauf wartet, dass doch jemand die darunter gedruckte Telefonnummer aufschriebe und anrufe.

Ein halbes Jahrzehnt ist schon eine recht ordentliche Zeitspanne, da fallen einem schon so einige Sachen auf, die sich verändert haben, abgesehen vom eigenen Alter natürlich. So hängt heute fast in jedem noch so kleinen Lokal ein Flachbildfernseher mit einer Diagonale von gut einem Meter an der Wand, dafür sieht man Wurlitzer nur mehr eher selten, die Geheimratsecken wurden größer, den gelegentlichen Rausch steckt man nicht mehr so leicht weg und Schillingpreise auf den Speisekarten als Hilfestellung sind mittlerweile nicht mehr zu finden.

Immerhin, der Bierpreis ist im Grunde genommen unverändert.

Die Berichte zu den Lokalen umfassen mittlerweile bei Schriftgröße 12 rund 60 A4 Seiten, insofern könnte man schon langsam mit einer Übertragung ins Buchformat liebäugeln, so als bisheriges Lebenswerk zum angreifen, allerdings nicht so ernst gemeint wie einst Rainhard Fendrich, die alte Koksnase, seine Arbeit zum Musical Wake-Up bezeichnete. (Übrigens nicht wundern, wenn irgendwann Krone, Heute und News mit der Schlagzeile “Ambros ist schwere Alkoholiker” titeln.)

Ob man im Zuge der Beisltour auf Stammlokale gestoßen ist? Natürlich, werden aber heute und hier nicht genannt, verraten sei nur, dass keines davon die Silbe “Stamm” in seinem Namen trägt.  

Man möge die Beisltour im Übrigen nicht mit der Beisl-tour verwechseln. Es gibt nur eben nur ein Original.

Allzu viel Sinn macht dieser Eintrag jetzt sicherlich nicht, mal ganz abgesehen von der nicht vorhandenen Gliederung, aber das ist eine andere Geschichte. 

5. November 2009

Mortara Beisl

Traisengasse 1200 Wien

Besucht am 4.11.2009; 21:20h
Tester: Lukas, Joe, Booker, Steve
Bestellt: Bier, Antialk, Toast
Andere Gäste: 8

Erneut die Brigittenau,mortara-beisl_01 3 Folgen “Kottan ermittelt am Tag  zuvor waren nicht spurlos vorbei gezogen, war das Ziel der braven Tester und führte diese ins Mortara Beisl. Ausschlaggebend für das letztendliche Verweilen war der Fernseher mit dem richtigen Nebenbeschallungmortara-beisl_02 , Fußball. Obwohl die Küche bereits geschlossen war konnte man durch Charme noch 3 Toasts ergattern, damit das bestellte Bier eine geschmacklichen Partner zum harmonieren hatte. Lediglich ein Tester zog nicht mit, doch der Apfelsaft auf an Halben schmeckte auch so. Am Nebentisch verweilte eine ältermortara-beisl_05e Damenrunde (Adjektiv falsch verwendet) während am Stammtisch ein Stammgast (reine Vermutung) schon etwas erledigt schien und ein wenig vor sich hin döste. Das beleuchtete Schild mit der Aufschrift “Panther Bräu” deutete auf das Bier vom Faß und die Krügerln (3€)mortara-beisl_06 waren die richtige Energiequelle nach dem Sport. Die Toasts waren liebevoll garniert und mundeten wohl, vor allem zum Preis von 2,5€, doch dem nicht genug, denn konnte man der Kellnerin durch neuerlichen Einsatz oben erwähnten Charmes noch ein Dose Erdnüsse abluchsen. Da lasen sich die Zeitungsberichte über Rapids Siege und Niederlage in der heurigen Europaleague, die an der Wand befestigt waren, gleich besser. Der Apfelsaft kam auf 2,3€ in diesem gemütlichen Lokal.

4. November 2009

Top 77

Leystraße 1200 Wien

Getestet am: 1.November 2009, 04:00
Tester: David, Steve
Bestellt: Wein
Andere Gäste: 3DSC00139

Der letzte Rest vom Schützenfest war es in dieser Nacht, der es noch ins Top 77 schaffte, welches, Tür an Tür mit dem unlängst besuchten Cafe Safari, noch offen hatte (die Beistrichsetzung in diesem Satz ist sekundär). Nix wie rein also, Plätze waren genug frei und zwei Achterln Schankwein (à1,1€) bestellt. Minijukebox, Speisekarte, beides sehr ähnlich wie nebenan sowie einen Fernseher entdeckt. Noch zwei Achterln bestellt. Ausgetrunken. Gezahlt.DSC00141 Mit Sperrstunde um 5h morgens das Lokal verlassen, welches angeblich 2 Stunden später wieder öffnen sollte (mit selber Kellnerin (zwar wegen krankheitsbedingten Ausfall der zweiten, aber dennoch) - Respekt) Und dann war man eigentlich eh schon gewappnet für den ADSC00143llerheiligentag, der nach wenigen verbleibenden Stunden tiefsten Schlafes unmittelbar bevorstand.

Cafe Rundfunk

Alserbachstraße, 1090 Wien
Besucht am 1.Novemer 2009, 01:15
Tester: Martin, David, Steve
Bestellt: Bier
Andere Gäste: 15
Wie oft passiert man wohl das Cafe Rundfunk? Bei einem der Tester zumindest war die Zahl auf rund 162 mal gestiegen, bevor er und zwei weitere tapfere Beisltourengeher in jener Nacht das Lokal betraten. Allzu viel beislhaftes hatte man ncit erwartet und so hielt sich die Enttäsuchung in Grenzen. Ein wenig Schabernack seitens unserer sowie ein Alkohol und Spirituosenangebot einesDSC00134 Beerstore in Übersee schon fast die Stirn bietend sowie Spielautomaten, die das Geld der Benutzer schlucken seitens des Lokals sind vielleicht noch nennenswert, genauso wie ein Sitzbankerl direkt an der Budel, einst zu den Anfängen der Beisltour erblickt. Ach ja, immerhin warmeDSC00136 Küche und geöffnet rund um die Uhr. Das Bier war preislich mit 3,1€ dann auch in Ordnung, doch allzu lang hielt es einen hier nicht.Foto 5

Cafe Toni

Servitengasse 1090 Wien

Besucht am 31.Oktober, 23:30
Tester: Martin, David, Steve
Bestellt: Bier, Whisky, Kaffee
Andere Gäste: 6

Vom Hanslwirt machte man sich entschlossenen SchrittesDSC00125 auf den Weg ins nächsten Zielgebiet, dem Servitenviertel, nutze nach wenigen Metern die Gelegenheit und legte eine Station mit dem Bus zurück, in dem fast alle Fahrgäste Halloweenverkleidung traugen, man sich beim Anblick so mancher Gestalt fragte ob das nicht vielleicht doch die Alltagsschminke im Gesicht war. Auch egal, unweit von derDSC00128 Servitenkirche und ihren sie umgebenden grätzeltypischen Lokalen fand man Beislzuflucht im Cafe Toni. Hier war Halloween schon etwas mehr als in den beiden Lokalen zuvor an diesem Abend bemerkbar, jedoch noch immer voll erträglich, da die Gäste wohl genauso viel von übergewichtigen Kindern hielten, dieDSC00129 mit 3 kg an gesammelten Süßigkeiten durch die Straßen ziehen, und hierher geflüchtet waren, um dem Klingeln an der Wohnungstüre im 10 Minutentakt zu entkommen (Zugegeben, um diese Uhrzeit hatten sie wohl aufs wieder Heimgehen vergessen). Jedenfalls konnte man hier zwischen Zipfer und AltbrünnerDSC00131 Bier wählen, hier also war die Welt noch in Ordnung. Zusätzlich tauchten dann noch belegte Brote als Gabe des Hauses auf, sodass man sowohl weiteres Bier als auch Whisky benötigte. Einen Kaffee zu später Stunde, serviert als säße man in einem diesem Getränk zur Gänze gewidmeten Gastbetrieb, bereitete die Kellnerin in kürzesterDSC00132 Zeit zu, bevor wir zahlten und uns zur nächsten Station machten. Bier 3€, der Whisky 2,6€.

Und ja, die Fotos an diesem Abend stammen allesamt von Mobiltelefonen, man verzeihe somit die magere Qualität.

Hanslwirt

Sechschimmelgasse 1090 Wien

Besucht am 31.Oktober 2009, 21:30
Tester: Martin, David, Steve
Bestellt: Bier, Sturm, Kaffee, Wein
Andere Gäste: 10

Recht unscheinbar wirkt dieses Lokal von außen, doch innenDSC00121 entfaltet es trotz oder gerade wegen seiner geringen Größe ein Flair, dem man so nicht allzu oft auf der Tour begegnet. Natürlich gehört auch ein klein wenig Glück dazu auf ein solches Lokal zu stoßen (obwohl dieses schon eine Zeit lang auf der Warteliste aufschien), anDSC00122 diesem Samstag war den Testern Fortuna jedoch noch in zweiter Hinsicht hold, da nur wegen Austragung eines Preisschnapsens überhaupt geöffnet war. Als umso glücklichere Personen dann bestellte man zwei Krügerl und einen Sturm, bevor man das Lokal näher betrachtete: Alte Fotos von Wien, dieser klassische Budelbereich und diverse Karikaturen fielen da schnell auf, und schon stieß man gemeinsam an. Im Gespräch mit der Kellnerin bestätigteDSC00123 sich, was man auf Preistafeln an der Wand entdeckt hatte, nämlich dass der Hanslwirt von Montag bis Freitag um 6 Uhr morgens öffnet und seinen Gästen kleines um 2,8€ sowie ein großes Frühstück um 3,8€ bietet. Ob unseres späten Besuches konnten wir keine Essensbestellung mehrDSC00124 tätigen, darum kein Toast (3€) heute und hier. Dafür noch je ein Fluchtachterl und einen kleinen Schwarzen, der sich ein Kompliment verdiente. (Leider keine Aufzeichnung über den Bier-und Weinpreis, sicherlich jedoch nicht allzu hoch). Bevor man zahlte ging noch eine Runde Marillenbrand im eisgekühlten Stamperl aufs Haus. 

Lindwurmstüberl

Schönngasse/Stuwerstraße 1020 WienDSC00120

 

 

 

Besucht am 31.Oktober 2009, 19:45h 
Tester: David, Markus, Steve
Bestellt: Bier, Saft, Essen
Andere Gäste: 9

 

Der letzte Besuch im Stuwerviertel war schon etwas länger  her, doch am Halloweenabend 2009 war das GasthaDSC00119us Lindwurmstüberl zum Besuch von drei ermüdeten Fußballspielern auserkoren worden. Im mit saftig grüner Lederlamperie (keine Ahnung ob das wirklich so heißt) verkleideten Nichtraucherteil des Lokals suchte man sich einen Sitzplatz und bekam die Speisekarten gereicht, eine davonDSC00112 war sogar in englischer Sprache verfasst. Vier Sorten Bier vom Fass standen zur Auswahl, eine noch größere Vielfalt bot das Flaschenbier. Zum Essen  orderte man den Hausspieß (9,3€), zwei Schmalbrote mit Zwiebel (à 1,5€) sowie, man soll es kaum glauben, einen Schinken-Käse-Toast, aufmerksame Leser erinnern sich sofort,DSC00114 dass dieser einst ein wichtiger Anhaltspunkt für die Endbewertung des Lokals, zum Preis von 2,6€. Die Kellnerin, die mit geläufigen Fragen wie “Welches Fleisch ist das?” manchmal etwas überfordert schien und zur Beantwortung kurz in die Küche verschwand, brachte einige Zeit später alle Speisen gleichzeitig. Große Portion den Spieß, frischer  Zwiebel die Brote, und ausreichend Ketchup am Teller den Toast betreffend.
Am Rande sei vermerkt, dass am DSC00118Nebentisch Christoph Luser dinierte. Nachdem man die Rechnung beglichen und den Dartautomaten mit 3 Euro gefüttert hatte, wurde noch eine Runde Cricket gespielt, für den Verfasser dieses Berichts war dies nicht die Richtige Spielvariante, ist er doch nur im 301 sowie 501 “geübt”.

30. Oktober 2009

Gwölb

Hauptplatz, 2100 Korneuburg
Besucht am: 29.Oktober 2009, 22:00
Bestellt: Bier, “Wein”, Salat
Tester: Lisi, Steve
Andere Gäste: 15

Unweit (ist wohl ein übertriebener Ausdruck in diesem Falle), also ungefähr 30m von Tom’s befindet sich dasgwölb_02 verhältnismäßig weit über die Ortsgrenzen reichende Gwölb. Der Autor muß eingestehen im Voraus ein wenig Skepsis an den Tag gelegt zu haben, doch nachdem man Platz genommen und sich akklimatisiert hatte, war es dann doch urig. Die Speisekarte bot unter anderem allerlei überbackene (5,1€) und kalt belegte Brote(5€), Salate (5€), die Biersorten umfassten Helles, Dunkles (3,1€)gwölb_05 sowie Zwickl (3,3€) aus der 1492 in Salzburg gegründeten Brauerei, zweiteres, ein Glas Pfirsichwein (dessen Existenz mir erst hier geläufig wurde) und Griechischen Bauernsalat bestellte man. Alles wurde schnell serviert, der Salat kam, was in unseren Breiten schon fast üblich ist, mit einem Gutteil grünem Salat garniert neben den griechischen Zutaten. Sicherlich erwähnenswert das mehrmals im Monat gebotene Abendprogramm, welches imgwölb_09 Oktober und Noverber 2009 von Hans Thessink bis Rudle und Weinzettl, um die bekanntesten zu nennen, reicht. Wer am Vorweihnachtsabend die Palette besuchen will, der sollte sich schon recht früh hin begeben, das an diesem Abend das Lokal aus allen Nähten zu platzen droht, ganz ähnlich also zu einem Lokal in Grinzing, welches einst jede Freitag und Samstag Nacht die Jugend aus ganz Wien in das seinige Gewölbe lockte, mittlerweile jedoch eher Parallelen mit einer verlassenen Goldgräbermine aufweist. Richtig, die Rede ist vom F.mm.hof (früher wohl ein undenkbarer Kandidat für die Beisltour, heute ein Vielleicht). Zurück nach Korneuburg, alles in allem ist das Gwölb ein solides, jedoch nicht ein echtes Beisltourlokal, mitunter auch da es erst um 17h aufsperrt – unmöglich also hier sein 12h Mittagsbier zu trinken.    

Tom’s

Hauptplatz; 2100 Korneuburg
Besucht am: 29.Oktober 2009, 21:30h
Tester: Lisi, Steve
Andere Gäste: 7

Unweit (für ländliche Verhältnisse) vom Cafe Schwarz toms_0002 (3 Fahrminuten in der Nacht), jedoch am Hauptplatz in der nächsten Stadt, befindet sich das Tom’s. Jedoch nicht Diner, nur Tom’s. Eingelesene Besucher dieser Seite entsinnen sich sofort  der gelegentlich niedergeschriebenen Berichte zu unüberlegter Nutzung des “ ’ “, doch nun zurück zumtoms_0001 Thema. Korneuburg, Bezirkshauptstadt, lockt mit seinem Hauptplatz, der für den abendlichen Besuch so allerhand zu bieten hat. So besuchte man eben oben genanntes Lokal. Eigentlich ein deklariertes Weinlokal (Zur Auswahl stehen 30 Weine) wurde es mit Bestellung immerhin eines Krügerls und eines Chardonnay Spätlese konfrontiert. Kein Problem hier, im Gegensatz zu sonst manch städtischer gelegenem Lokal gab es hier Bier vom Faß (1,9€ – 2,6€ – 3,2€; Pfiff, Seiterl, Krügerl Murauer), eine sehr angenehme Tatsache. Nun denn, die Musik ertönte in angenehmertoms_0003 wahrnehmbarer, jeoch nicht aufdringlicher Weise, das Bier und der Wein (samt Glas Wasser) wurden von Thomas serviert und geleert. Auffällig war ein wenig, dass der Großteil der Kundschaft Bier und nicht Wein konsumierte. Kleinere Speisen wie Debeziner oder Frankfurte mit Ketchup zu unverhältnismäßigen 4,5€, sowie ein sehr interessant klingendes Schwarzbrot mit Fleisch um 3.5€ wären neben Salzstangerl mit unter anderem Liptauer zu Essen bestellbar gewesen. Das Bier kam auf 3,2 und der Wein auf 2,€. Hinweis auf der Karte: “Kredit nur an 80-jährige in Begleitung ihrer Eltern”.